Wähle eine geeignete Sitzposition, in der dein Körper entspannt und präsent aufrecht bleiben kann. Lass die Augen entweder leicht geöffnet oder schließe sie ganz. Verändere die Haltung, sobald es unbequem wird, erzwinge nichts.
Spüre den natürlichen Rhythmus des Atems und sei dabei achtsam auf die Empfindung des Atems – gerne mithilfe eines Atem-Ankerpunkts im Bauchraum oder an den Nasenflügeln.
Komm mithilfe des Atems zur Ruhe. Dabei kann es helfen, die Atemzüge zu zählen.
Wenn du merkst, dass der Geist umherwandert – der sogenannte „Monkey Mind“ –, hole ihn freundlich zur Wahrnehmung des Atems zurück.
Mit der Meditationspraxis zähmen wir unseren „Affengeist“, der ruhelos umherspringt: von Gedanke zu Gedanke, in die Vergangenheit oder in die Zukunft.
Übe, die Gedanken wahrzunehmen, sie zu benennen und zum Atem zurückzukehren.
Lass die Gedanken weiterziehen. Tauche ein in den Raum „hinter dem Wasserfall“.
Thich Nhat Hanh vergleicht das mit einem in den Fluss geworfenen Stein. Stell dir vor, du bist dieser Kiesel, der im Fallen alles loslässt.
„Die Mitte Ihres Wesens ist der Atem. Es ist unwichtig für Sie, genau zu wissen, wie lange es dauert, bis Sie den Punkt vollkommener Ruhe erreicht haben dort unten im Wasser (…). Fühlen Sie sich wie dieser Kiesel, der das Flussbett erreicht hat? Dann sind Sie an dem Punkt angelangt, an dem Sie beginnen, Ruhe zu finden.“*
Die Meditation kann beliebig kurz oder lange sein. Komm danach sanft zurück in das Hier und Jetzt.
* Thich Nhat Hanh (2009): Das Wunder der Achtsamkeit, Theseus Verlag
Aus:
Daniela Blickhan & Ursula Geisler
Meine Stärke, mein Wachstum
Impulse für persönliche Entwicklung aus Positiver Psychologie & Achtsamkeit
Junfermann
Sigrid Fischer
Systemische Beratung
Beratung auch online möglich